CANNABIS

Ordnung: Urticales (Brennesselartige)
Familie: Cannabinaceae (Hanfgewächse) Zu dieser Familie gehören:

bud Gemeiner Hopfen (Humulus lupulus)
Gemeiner Hanf (Cannabis sativa)
Indischer Hanf (Cannabis sativa var. indica)

Allgemeine Merkmale der Hanfgewächse sind:
kräutige Pflanzen, deren Bestäubung über den Wind erfolgt. Sie sind zweihäusig, das heißt sie sind in männliche und weibliche Pflanzen getrennt. Die männlichen Pflanzen blühen in Rispen, die weiblichen Pflanzen haben paarweise Blüten am Blattansatz oder blühen in Kätzchen.

Der gemeine Hanf (Cannabis sativa) stammt aus Mittelasien. Er ist einjährig und gehört zu den Kurztagpflanzen, blüht also in Gegenden mit einem Sonnentag von 12 Stunden oder weniger. In Bezug auf die Temperatur ist er äußerst robust, verträgt aber keinen Frost. In den gemäßigten Klimazonen kann er problemlos angebaut werden. In Deutschland wird Hanf etwa seit 500 v.Chr. angebaut.

Hanf als Nutzpflanze

Seine Bastfasern werden wie Flachs (Lein) verarbeitet, sind aber derber und reißfester. Die Samen enthalten reichlich Hanföl, das zur Herstellung von Firnissen, Schmierseife und als Brennöl eingesetzt wird. Die Reste der Ölgewinnung (Preßkuchen oder Hanfmehl) sind als Kraftfutter für Tiere geeignet.

Hanf als Drogenlieferant

molecule Das Hanföl enthält geringe Mengen des Glykosids Cannabin. Aus subtropischen Kultursorten des Hanfs, die viel Cannabin enthalten, wird Haschisch gewonnen.